Das Ziel

Das Ziel

EnerPrax will helfen die Ener­gie­ver­sorgung der Kli­ma­kommune nicht nur bilan­ziell, sondern auch in der Rea­lität aus eigener Kraft gestalten zu können. Das bedeutet konkret: Der Rote Bereich im obigen Dia­gramm soll durch die grünen Spitzen aus­ge­füllt werden bzw. Phasen mit Strom­mangel sollen ver­hindert und Phasen mit Strom­über­schuss auf­ge­fangen werden.

Dabei ist es eine besonders große Her­aus­for­derung, die Speicher an die hohen Anfor­de­rungen des heu­tigen und auch des zukünf­tigen Ener­gie­marktes anzu­passen. Dafür müssen sie schnell und fle­xibel arbeiten und dabei große Ener­gie­mengen auf­nehmen und abgeben können. Eine weitere Her­aus­for­derung ist die Syn­chro­ni­sierung der ver­schie­denen Spei­cher­an­lagen über unter­schied­liche Schnitt­stellen. Die Mess-, Steuer- und Rege­lungs­ein­heiten müssen so aus­gelegt sein, dass sich eine Aus­wertung der Ein- und Aus­spei­se­daten durch­führen lässt.

Ziel ist darüber hinaus die Ermittlung der opti­malen Spei­cher­kom­bi­nation, um eine mög­lichst hohe System- und Netz­sta­bi­lität bei hohen Anteilen erneu­er­barer Energien zu gewähr­leisten. Im Vor­der­grund steht bei diesem Projekt nicht der Handel an der Strom­börse oder am Regel­en­er­gie­markt, wie es bei vielen kom­mer­zi­ellen Spei­cher­pro­jekten der Fall ist, sondern der Aus­gleich zwi­schen der dezen­tralen, rege­ne­ra­tiven Erzeugung und dem Ver­brauch ganz konkret vor Ort.

Die Wahl des Spei­cher­me­diums (elek­tri­scher Strom, Gas, Wärme, etc.) spielt dabei ebenso eine Rolle, wie der Zeitraum, für den gespei­chert werden soll (Kurz-, Mittel- oder Lang­zeit­speicher) sowie die Kom­bi­nation der Erzeu­gungs­an­lagen. Ebenso wird der Frage nach­ge­gangen, wie der Wärme- und Kraft­stoff­markt in das System ein­ge­bunden werden können. Da es sich zum Teil noch um Pro­to­typen handelt, stehen auch Opti­mie­rungs­mög­lich­keiten in Bezug auf Technik, Steuerung und Inte­gration dieser Tech­no­logien im Fokus. EnerPrax soll auch die optimale Anwendung von Spei­chern erfor­schen und zielt dabei auf die Über­führung einer Simu­lation in ein reales, wirt­schaftlich trag­fä­higes Modell ab. Dabei sind auch geneh­mi­gungs­recht­liche Aspekte und die Berück­sich­tigung im Netz­ent­wick­lungsplan von Bedeutung.

Darüber hinaus wird das Projekt der Öffent­lichkeit prä­sen­tiert. Sowohl im Zusam­menhang mit Füh­rungen durch den Bio­en­er­giepark der Gemeinde Saerbeck, wie auch anhand pro­jekt­spe­zi­fi­scher Ver­an­stal­tungen, Work­shops und Tagungen wird die Tech­ni­kums­anlage der Fach­öf­fent­lichkeit und inter­es­sierten Bür­ge­rinnen und Bürgern demons­triert und dessen Nutzen für die Gesell­schaft erläutert.