Speicherteststand

Im Rahmen des Pro­jektes „EnerPrax – Ener­gie­speicher in der Praxis“ ist ein Test­stand errichtet worden, mit dem es möglich ist, ver­schiedene Ener­gie­spei­cher­tech­no­logien im Pra­xis­be­trieb zu testen.
Die Anlage ist für ins­gesamt sechs Tech­no­logien aus­gelegt worden. In der der­zei­tigen Nutzung werden vier Plätze von den Spei­cher­tech­no­logien genutzt. Zwei der sechs Test­plätze können für weitere Tech­no­logien genutzt werden. In Abstimmung mit Her­stellern von Spei­chern können so pra­xisnahe Ver­suchs­reihen mit einer wis­sen­schaft­lichen Begleitung durch­ge­führt werden.
Der Anschluss erfolgt mittels Unter­ver­teiler, die groß­zügig in der Ver­suchs­halle in Saerbeck ange­ordnet sind. Mit einem ein­heit­lichen Anschluss­system (CEE-Anschlussdose bis 32 A, Schuko-Steckdose und RJ45-Port) können die Spei­cher­tech­no­logien einfach und uni­versell an das über­ge­ordnete System ange­bunden werden.
Die Kom­mu­ni­kation mit dem Leit­system erfolgt über einen Kom­mu­ni­ka­ti­onsbus. Mit dem Bus werden die Mess­werte aus­ge­tauscht sowie Vor­gaben für den Betrieb an die Spei­cher­tech­no­logie gesendet.Für die detail­lierte Auf­nahme der Ener­gie­flüsse ist der Test­stand mit Mess- und Zäh­lein­rich­tungen aus­ge­stattet worden. Somit können sämt­liche Ener­gie­flüsse auf­ge­nommen werden. Die erfassten Daten werden zum einen lokal in einer Datenbank gespei­chert und darüber hinaus auch in einer Cloud als Back-Up abgelegt. Diese Daten bilden die Grundlage für die spä­teren Aus­wer­tungen und Ana­lysen der Spei­cher­systeme. Durch eine Visua­li­sierung wird das gesamte System mit allen rele­vanten Para­metern abge­bildet.

Im Betrieb erfolgt somit eine ständige Über­wa­chung der Anlage. Mit einer MATLAB-Simu­lation werden ver­schiedene Sze­narien je nach Anfor­derung simu­liert und daraus dyna­mische Vor­gaben gemacht. Im wei­teren Verlauf des EnerPrax-Pro­jektes ist geplant, die Test­plätze für weitere For­schungen aus dem Bereich Ener­gie­spei­cher­tech­no­logien zu nutzen.